Glossar
Die Fachbegriffe dieser Website — in verständlicher SpracheAnlage & Fonds
UCITS / OGAW — Ein „Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren": die am stärksten regulierte europäische Fondskategorie mit gesetzlichen Vorgaben zu Risikostreuung, Liquidität und Verwahrung. Anleger erwerben Anteile am Fonds — nicht die Wertpapiere, die der Fonds hält.
NAV (Nettoinventarwert) — Der Wert eines Fondsanteils: Vermögen des Fonds abzüglich Verbindlichkeiten, geteilt durch die Zahl der Anteile. Beim QI Global Guarded Equity wird er an jedem Bankarbeitstag berechnet.
Verkaufsprospekt — Das rechtsverbindliche Dokument eines Fonds mit allen Anlagegrundsätzen, Kosten und Risiken. Zeichnungen erfolgen ausschließlich auf seiner Grundlage.
Basisinformationsblatt (PRIIPs-KID) — Ein gesetzlich vorgeschriebenes Kurzdokument (drei Seiten), das Risikoindikator, Kosten und Szenarien eines Anlageprodukts standardisiert und vergleichbar darstellt.
ISIN / WKN — International bzw. national eindeutige Kennnummern eines Wertpapiers oder Fondsanteils.
Ausgabeaufschlag — Ein einmaliges Entgelt beim Kauf von Fondsanteilen, berechnet als Prozentsatz des Anlagebetrags.
Performance-Fee — Eine erfolgsabhängige Vergütung des Fondsmanagements. Der QI Global Guarded Equity erhebt keine.
Aktiv verwaltet — Das Portfolio wird durch bewusste Anlageentscheidungen gesteuert, statt einen Index passiv nachzubilden. Der QI Global Guarded Equity wird aktiv und ohne Bezugnahme auf einen Referenzindex verwaltet.
Instrumente & Mechanik
Index-Future — Ein börsengehandelter Terminkontrakt auf einen Aktienindex. Er bildet die Indexentwicklung ab, ohne dass die einzelnen Aktien gekauft werden — bindet dafür aber nur einen Teil des Kapitals (siehe Hebelwirkung).
Put-Option — Das Recht, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Fällt der Markt unter diesen Preis, gewinnt die Option an Wert — sie wirkt wie eine Versicherung gegen Kursverluste, kostet dafür laufend Prämie.
Strike — Der in einer Option festgelegte Ausübungspreis, z. B. „90%": die Absicherung greift, wenn der Index unter 90% seines Ausgangsniveaus fällt.
Hebelwirkung (Leverage) — Derivate wie Futures und Optionen bewegen mit wenig eingesetztem Kapital große Marktpositionen. Marktbewegungen wirken sich dadurch überproportional aus — Verluste werden ebenso verstärkt wie Gewinne.
OTC („over the counter") — Geschäfte, die direkt zwischen zwei Parteien statt über eine Börse abgeschlossen werden. Sie sind flexibler, tragen aber ein Kontrahentenrisiko.
Duration — Ein Maß für die Zinsempfindlichkeit von Anleihen. Kurze Duration bedeutet: Zinsänderungen wirken sich vergleichsweise wenig auf den Kurswert aus.
Drawdown — Der Wertverlust vom letzten Höchststand bis zum darauffolgenden Tiefpunkt einer Anlage — das Maß dafür, „wie tief es zwischenzeitlich ging".
Volatilität — Das Ausmaß der Wertschwankungen einer Anlage. Hohe Volatilität bedeutet starke Ausschläge nach oben wie nach unten.
Risikobegriffe
Marktrisiko — Das Risiko, dass der Wert einer Anlage durch die allgemeine Marktentwicklung fällt.
Kontrahentenrisiko — Das Risiko, dass der Vertragspartner eines (insbesondere OTC-)Geschäfts seine Verpflichtungen nicht erfüllt.
Zinsrisiko — Das Risiko, dass steigende Zinsen den Kurswert von Anleihen mindern.
Modellrisiko — Das Risiko, dass ein quantitatives Modell die Wirklichkeit falsch abbildet. Das KI-Signal des QI Equity Guard lernt aus historischen Daten; es kann Marktphasen falsch einschätzen, sodass Absicherungen zu früh, zu spät oder in unpassender Größe aufgebaut werden.
Technologie & Daten
KI-Signalmodell — Das von QI entwickelte Modell wertet Makro-, Markt- und Stimmungsdaten aus und schätzt daraus das aktuelle Rückschlagrisiko je Aktienindex. Übersteigt das Risiko eine Schwelle, löst es zusätzliche Absicherungen aus und bemisst deren Umfang. Es trifft Wahrscheinlichkeitsaussagen, keine sicheren Vorhersagen — seine Grenzen beschreibt das Modellrisiko.
Machine Learning (Maschinelles Lernen) — Verfahren, bei denen Computer Muster aus Daten lernen, statt festen Regeln zu folgen. Supervised (überwacht): Lernen aus Beispielen mit bekanntem Ergebnis. Unsupervised (unüberwacht): eigenständiges Erkennen von Strukturen in Daten.
Ensemble-Modelle — Die Kombination mehrerer unabhängiger Modelle zu einer Gesamtaussage; Fehler einzelner Modelle fallen so weniger ins Gewicht.
RNN (Rekurrentes neuronales Netz) — Eine KI-Architektur für zeitlich geordnete Daten (Sequenzen), etwa Kursreihen: Sie berücksichtigt, was zuvor geschah.
Alternative Daten — Datenquellen jenseits klassischer Finanzberichte, z. B. Lieferketten-, Zahlungs- oder Stimmungsdaten, die Hinweise auf wirtschaftliche Entwicklungen geben können, bevor sie in offiziellen Zahlen erscheinen.
Begriffe für institutionelle Anleger
Die folgenden Begriffe stammen aus dem Aufsichtsrecht institutioneller Investoren und richten sich an die entsprechenden Fachabteilungen:
Depot A — Der Eigenbestand einer Bank: Wertpapiere, die das Institut auf eigene Rechnung hält.
CRR — Die europäische Kapitaladäquanzverordnung (Capital Requirements Regulation): regelt, mit wie viel Eigenkapital Banken ihre Anlagen unterlegen müssen.
SCR — Solvency Capital Requirement: das Risikokapital, das Versicherer nach Solvency II für ihre Kapitalanlagen vorhalten müssen. „SCR-effizient" heißt: möglichst viel Marktexposure je Einheit gebundenen Risikokapitals.
AnlV — Die deutsche Anlageverordnung: begrenzt, wie Pensionskassen und kleinere Versicherer ihr Sicherungsvermögen anlegen dürfen (u. a. über die Risikokapitalquote).
IORP II / EbAV II — Die EU-Richtlinie für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung: verlangt u. a. eine eigene Risikobeurteilung und dokumentiertes Risikomanagement.
TPT (Tripartite Template) — Ein standardisiertes Datenformat, mit dem Fonds ihre Positionsdaten an Versicherer und Pensionseinrichtungen liefern (Look-Through für Solvency II/AnlV).
LDI (Liability-Driven Investing) — Eine Anlagesteuerung, die sich an den Verpflichtungen (z. B. Pensionszusagen) statt an einem Marktindex ausrichtet.
IAS 19 — Der internationale Bilanzierungsstandard für Pensionsverpflichtungen in Unternehmensabschlüssen.
MiFID II — Die europäische Finanzmarktrichtlinie; sie unterscheidet u. a. Privatanleger und professionelle Anleger und regelt den Anlegerschutz im Vertrieb.
BaFin — Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, die deutsche Finanzaufsichtsbehörde.